Rechtsform

Rechtsform

Wir vertrauen vorrangig darauf, dass unsere Gemeinschaft, bestehend aus den sie bildenden Menschen und den ihr innewohnenden Inhalten, ihre Belange einvernehmlich geregelt bekommt – in guten wie in schlechten Zeiten. 

Wir sind noch nicht auf eine Rechtsform festgelegt, jedoch sind der gemeinnützige Verein und die gemeinnützige Genossenschaft unsere derzeitigen Favoriten. Die Rechtsform soll im Einklang mit den im Folgenden skizzierten Merkmalen mit einer Expertin ausgearbeitet werden. Die Rechtsform soll wenig Aufwand verursachen und Handlungs- und Entwicklungsfähigkeit gewährleisten.

Neben Gemeinschaftsbesitz ist auch Wohnraum im Privatbesitz für Einzelpersonen, Paare, Familien oder sonstige Gruppen vorgesehen. Dieser soll variabel je nach Situation vergrößert und verkleinert werden können, etwa wenn sich eine Familie vergrößert oder die Kinder wegziehen.

Jede*r hat Gestaltungsfreiraum, was die eigenen Räume und den umliegenden Boden betrifft. Jedoch sind die in der Gemeinschaft anerkannten Grundsätze einzuhalten (z. B. Schonung der Umwelt), welche bei Bedarf, etwa groben Verstößen, auch verpflichtend eingefordert werden können. 

Ein persönliches Arbeitspensum ist angedacht, welches unmittelbar zugunsten der Gemeinschaft abzuleisten ist, das aber vorerst nicht festgelegt wird. Ebensowenig wird vorerst nicht festgelegt, ob diesbezüglich Arbeit und Geld ineinander tauschbar sind.

Mitglieder beteiligen sich finanziell an der Gemeinschaft und ihrem Besitz, etwa durch Einlagen und Mieten. Diese können an die individuelle Finanzkraft angepasst werden. Aus diesen Beteiligungen resultieren Anteile, die bei Verlassen der Gemeinschaft zumindest teilweise ausgezahlt werden und gegebenenfalls auch vererbt werden können.

Diese Anteile sollen zumindest zum Teil einen Kautionscharakter haben.

Beim Eintritt in die Gemeinschaft ist eine Probezeit Bedingung. Es soll die Möglichkeit geben, Mitglieder bei anhaltendem Fehlverhalten auszuschließen. Wichtige Entscheidungen wie diese werden in einem festgelegten Entscheidungsprozess, möglichst durch konsensieren, getroffen.